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Wut - wie komme ich da wieder raus...

Wütend sein bedeutet für mich auch

Hilflos sein,

mit der Situation überfordert sein,

mich unverstanden, ungeliebt fühlen

Oft steigert man sich noch hinein und die Distanz zum Gegenüber wird immer größer und immer unüberwindbarer.

Es wird im Aussen geschaut, Anschuldigungen gemacht; anstelle einen Schritt zurück zumachen, den Moment des Streits von Oben zu betrachten und sich zu fragen: wo ist mein Anteil daran? Wo bin ich zu weit gegangen? Wo habe ich verletzt mit meinen Worten und Taten?

-> da passt ein Zitat von Mary Burmeister vortrefflich: Verändere den Blickwinkel! Hör auf negative Samen zu bewässern! 

 

Ich kotze gleich

Die Galle kocht mir über

Ich explodiere gleich 

Es ist mir eine Laus über die Leber gekrochen

 

In der Volkssprache haben wir viele solcher aussagekräftigen Weisheiten - sie weisen schon drauf hin welches Organ nun schnellstmöglich unsere Unterstützung braucht:

die Leber und die Galle und das Herz!

 

Selbsthilfe:

mindestens 3 Minuten, je länger und öfter je besser!

  • nacheinander den Mittelfinger und den kleinen Finger halten! 
  • die grosse Umarmung -> sich selbst in den Arm nehmen - Hände unter Achseln
  • Handgelenk halten
  • mit der rechten Hand an die rechte Stirne und mit der linke Hand an den linken Hals

-> hilft durchatmen, "achefahre", neue Sicht auf festgefahrene Situationen, bringt Ruhe und Gelassenheit  -  und wenn man sich diesem Projekt Wut/Aggression/Hilflosigkeit stellt, und sich regelmässig strömt, stellt sich mit der Zeit Gelassenheit, Zufriedenheit und Ruhe im Geiste ein!

Und man stellt fest wie viel Energie man verpulvert hat und es nun nicht mehr tun muss :-)

Viel Erfolg! von herzen Dina

 

Auf Wikipedia habe ich folgendes gefunden:

Wut (auch lateinisch Furor ‚Raserei, Leidenschaft, Wahnsinn‘ oder französisch Rage [ʀaʒ] ‚Raserei, Zorn, Toben‘) ist eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion (Affekt), die durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung, z. B. eine Kränkung, ausgelöst worden ist. Wut ist heftiger als der Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn. Wer häufig in Wut gerät, gilt als Wüterich. Implizit ist damit ausgesagt: Wer leicht in Wut gerät, ist weniger gut imstande, sich selbst zu kontrollieren.

Die Ableitung des italienischen Furore für „rasenden Beifall“ sowie „Leidenschaftlichkeit“ wird im Zusammenhang mit Furore machen als „großes Aufsehen erregen“ und „Beifall erringen“ definiert.

Psychologen grenzen die Wut von Zorn und Ärger ab, indem sie von einem „höheren Erregungsniveau“ und stärkerer Intensität sprechen. „Von Zorn spricht man dann, wenn die Angelegenheit, die uns ärgert, nicht primär auf unser Ich bezogen ist, sondern auf etwas Übergreifendes... Der Zorn ist etwas distanzierter als die Wut (…)“ (Verena KastVom Sinn des Ärgers).

Die Entstehung von Wut wird psychologisch analog zur Entstehung von Aggressionen erklärt. Dazu gibt es im Wesentlichen drei Theorien:

  • Die Triebtheorie nach Sigmund Freud. Sie geht von einem angeborenen Aggressionstrieb aus. Wird er prinzipiell unterdrückt, kommt es zu seelischen Störungen.
  • Die Frustrations-Aggressions-Theorie geht davon aus, dass Aggressionen grundsätzlich Reaktionen auf Frustration sind. Wut ist demnach eine Abreaktion.
  • Die Lerntheorie nach Albert Bandura stellt Aggression als erlerntes Verhalten dar. Sie sei ein Verhaltensmuster, das durch bestimmte Erfahrungen und das Lernen von Vorbildern antrainiert werde.

Es gibt in der Psychologie jedoch auch übergreifende Ansätze, in denen mehrere Erklärungen aufgegriffen werden.

 

Die Äußerungen von Wut und Aggression gehen nach Rainer Schandry (s. u.) in den Grundelementen auf genetische Fundierungen zurück, bei der Ausgestaltung der Wutausbrüche in bestimmten konkreten Situationen jedoch auf Lernvorgänge und kognitive Prozesse. Form und Art der Wutausbrüche, das konkrete Verhalten eines Wutausbruchs orientieren sich demnach an sozialen Normen und Vorbildern, die sich in verschiedenen Gesellschaften und Gesellschaftsarealen unterschiedlich entwickeln können.

Unter Wutanfall versteht man einen meist kurzzeitigen partiellen oder völligen Verlust der Kontrolle über das Gefühl der Wut; man spricht hier vom Affekt. Wutanfälle richten sich gegen Personen, Tiere, Institutionen oder auch Sachen und haben oft einen konkreten Auslöser, der aber nicht zwangsläufig identisch mit dem Ziel der damit verbundenen Attacke sein muss. Der Wutanfall wird auch als Überreaktion bezeichnet und gilt deshalb in den meisten Kulturen als Charakterschwäche. Analog gilt es oft als Charakterstärke, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, sondern die Contenance zu wahren bzw. kühl zu bleiben.

Prinzipiell kann in Ausnahmesituationen und unter starkem Stress jeder Mensch einen Wutanfall erleiden, wobei jedoch eine Neigung zu solchen bei Erwachsenen als cholerisch gilt. Bei Kleinkindern gehören Wutanfälle in einer bestimmten Phase zur psychischen Entwicklung.

Ein Wutanfall kann absichtlich oder unabsichtlich evoziert werden. Dazu genügen oft schon kleine Reizworte oder Handlungen, die für sich genommen eigentlich keine Bedeutung hätten. Die Redewendung „jemanden auf die Palme bringen“ beschreibt dies bildlich. Neben dem externen Auslöser gibt es auch die Möglichkeit, sich selbst in einen Wutanfall zu steigern.